BI Fuldatal in Kasseler Gymnasium
Bürgerinitiative Fuldatal e. V. gegen Südlink
Aktionen

Projekt „Energiewende“ als Unterrichtsthema

Im Rahmen des Themenfeldes „Spannungsverhältnis Ökonomie & Ökologie“ innerhalb des Politik/Wirtschafts-Unterrichts an der Albert-Schweizer-Schule in Kassel stand der Bundesvorsitzende der Bürgerinitiativen gegen SuedLink Guntram Ziepel aus Fulda-Kämmerzell den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 11 Rede und Antwort zu Fragen des Protestes und Widerstandes gegen SuedLink.

Begrüßung von Guntram Ziepel (lks) durch den Schulleiter OStDir Stefan Alsenz (Mitte), Lehrer Benjamin Bender (rs);

Begrüßung von Guntram Ziepel (lks) durch den Schulleiter OStDir Stefan Alsenz (Mitte), Lehrer Benjamin Bender (rs);

Nach Begleitungen von Schülern und Studenten bei thematischen Arbeiten zur Energiewende in den vergangenen Monaten war es das erste Mal, dass Vertreter der BIFuldatal zu einer schulinternen Informations- und Diskussionsrunde innerhalb des Unterrichts eingeladen waren.

Unter der Leitung und Moderation von PoWi-Lehrer Benjamin Bender informierte Ziepel über Ziele und Notwendigkeit der Energiewende, welche auch von der Bürgerinitiative gesehen  werde. Allerdings gebe es bei den bisherigen Ansätzen, die sich im Wesentlichen auf den reinen Ausbau eines HGÜ-Leitungsnetzes in Deutschland beschränken, das ungelöste Problem der fehlenden Speicherfähigkeit des Stroms.

G 7-Gipfel fordert „Dekarbonisierung“ – weg von allen fossilen Brennstoffen

bifuldatal-in-kassel-gundram-ziepel-energiewende-unterrichtsthema1Ganz aktuell sei  die Frage der notwendigen Speicherfähigkeit von Energie  im Zusammenhang mit dem G 7-Gipfel im bayrischen Schloss Elmau am vergangenen Wochenende in die Öffentlichkeit gebracht worden. Wenn die Bundeskanzlerin Angela Merkel als eine der Vereinbarungen des Gipfels den Begriff der „Dekarbonisierung“ angesprochen habe, also des Ausstiegs aus der Energieversorgung mit Öl, Gas und Kohle, so sei damit unmittelbar die Notwendigkeit der Energiespeicherung gegeben.

Wenn Öl, Gas und Kohle als fossile Brennstoffe, die derzeit ca. 80 Prozent des Energiebedarfes in Deutschland ausmachen, in 30 bis 50 Jahren verbraucht und nicht mehr verfügbar seien, so sei es um so wichtiger, dass man in Deutschland den aus regenerativen Energiequellen gewonnenen Strom in speicherfähige Energie umwandele, um damit den Bedarf u. a. für die Wärmeerzeugung für Heizung und Warmwasser ganzjährig sicherzustellen. Und hier sei die Umwandlung von Strom in speicherfähiges Gas die derzeit am ehesten realistische Technologie. Erste Power-to-Gas-Anlagen seien auch in Deutschland bereits in Betrieb genommen worden. Die Umwandlung in Gas habe zudem den Vorteil, dass man 477.000 Kilometer vorhandene Pipelines in Deutschland sofort nutzen und ohne die HGÜ-Leitungen auskommen könne.

bifuldatal-in-kassel-gundram-ziepel-energiewende-unterrichtsthema2In der Diskussion zu Ziepels Informationen interessierten sich die SchülerInnen insbesondere für Chancen der Power-to-Gas-Technologie, für die Interessenlagen von Kraftwerksbetreibern, von Übertragungsnetzbetreibern und für die unterschiedlichen Positionen von Befürwortern und Gegnern der geplanten HGÜ-Leitungstrassen.

Man verabschiedete sich voneinander mit der Zusage von Guntram Ziepel, bei Interesse und Bedarf jederzeit wieder miteinander in Kontakt zu treten.